Das Ende der Blumentopf-Welt-Idee

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Das gestern vorgestellte Projekt Blumentopf-Welten wurde heute Morgen abgeblasen. (Vorgeschichte: https://puremyself.blog/2024/08/26/die-stadt-der-zukunft/. )

Warum? Ich erzähl es euch.

Deswegen.

Diese Langfühlerschrecke befand sich gestern Abend im Badzimmer meines Arbeitsortes. Sie war gross. Wirklich unübertrieben etwa 7 cm hoch. Weil so ein Badzimmer ohne Fenster eine Sackgasse für so ein Tierchen ist, habe ich ein Glas über sie gestülpt und sie auf den Balkon hinaus begleitet, wie man so schön sagt. Und tschüss. Natürlich nicht, ohne vorher ein Foto von diesem prächtigen kleinen, grossen Tierchen zu machen.

Man stelle sich vor, es gäbe 1 cm grosse Menschen, die auf Topfpflanzen lebten, aber all die Insekten und all das Getier, das herumfleucht, wäre nicht verkleinert worden… Ein 1cm kleiner Mensch und dann kommt so eine 7 cm grosse Heuschrecke. Oder eine Spinne, ein Käfer oder irgendwas… omg…. das wären MONSTER!!! Todesangst!!! Und mit Recht, sind die alle doch Fleischfresser…

Man stelle sich vor, man läge sehr entspannt auf der hauseigenen grossen Sonnenblumen-Terrasse auf einem winzig kleinen Liegestuhl… Was rattert denn hier so? Klingt irgendwie wie ein Hubschrauber… Man öffnet die Augen und sieht, wie sich uns eine Wespe nähert. Sie ist riesig. Etwa doppelt so gross wie wir. Auf dieser Sonnenblumen-Terrasse wäre man einfach sehr ausgeliefert, keine Möglichkeiten, sich zu verstecken und schwupps hätte sie einen schon mit ihren Krallenfüssen gepackt und würde davon fliegen. Schreiend würde man da hängen und die Welt winzig klein von oben sehen, aber niemand würde uns hören, weil wir doch so klein sind und nicht nur wir, sondern auch unsere Stimme…
Die Wespe, etwas abgelenkt und mental gestresst von unserem Geschreie, würde ein grosses Spinnennetz übersehen und mitten hinein fliegen. Beim Aufprall, man stelle es sich so vor, als würde man auf ein Trampolin springen, denn diese Spinnenfäden sind ziemlich elastisch, würde sie den Griff für eine Sekunde lockern und uns loslassen.
Die Wespe würde sich winden und zappeln, um sich aus dem klebenden Netz zu befreien, aber die Spinne käme mega schnell gerannt, um sie emsig einzuwickeln. Und wir wollen uns wirklich nicht vorstellen, wie gross diese Spinne wäre…

Für uns gäbe es verschiedene Szenarien…
Entweder wären wir auch im Spinnennetz hängen geblieben und würden nun versuchen, uns zu befreien, aber es wäre unmöglich. Nachdem die Spinne die Wespe eingewickelt hätte, käme sie mit ihren ekelhaft vielen Beinen zu uns gerannt, um mit uns. dasselbe zu tun. Falls wir nicht schon vor Angst gestorben oder zumindest ohnmächtig geworden wären, würden wir es jetzt…

Möglicherweise wären wir aber beim Fallen nicht vom Netz aufgefangen worden, sondern wären auf einen Ast gefallen und würden dort nun liegen. Vermutlich aber nicht unverletzt. Wir hätten uns ganz bestimmt den Kopf gestossen oder etwas gebrochen und würden da ganz benommen liegen. Es würde auch gar nicht lange dauern, bis irgendeine Ameisenarmee käme, um uns abzutransportieren oder irgendein Käfer uns anknabbern würde…

Im besten Fall würden wir in einem Teich oder See oder so landen, denn dann würden wir uns vielleicht nicht so sehr verletzen durch den Aufprall. Es ist ja Fiktion, also können wir wählen… Wie wäre es auf einer Seerose? Wow, Glück gehabt!!! Da liegen wir nun, das kleine Herz rast und wir sind immer noch nicht so ganz wieder bei uns nach all diesen Ereignissen. Uns gehen verschiedene Szenarien durch den Kopf… omg wenn wir im Spinnennetz gefangen gewesen wären… Oder auf dem Boden aufgeprallt… Oder war hätte die Wespe mit uns gemacht, wenn das Spinnennetz ihr nicht in die Quere gekommen wäre?
Während wir nachdenken und uns überlegen, wie wir nun wohl am Besten ans Ufer gelangen können und danach wieder nach Hause, landet etwas grosses Grünes auf der Seerose. Bevor wir uns überhaupt umdrehen können, um zu schauen, was passiert, schnappt uns eine lange, klebrige Froschzunge und schwupps…

Nein, danke.

3 Antworten zu „Das Ende der Blumentopf-Welt-Idee“

  1. Jetzt wissen wir wie es unseren Mittieren manchmal so geht.
    Was für ein Riesenheupferd so ein großes hab auch ich lange nimmer gesehen.

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  2. 😁
    Danke! Ich google das danach gleich mal, kenne ich nicht, glaube ich.

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  3. toller Beitrag. Noch ein wenig Handlung und der erste Roman ist fertig. Erinnert mich an Michael Crichton Micro.

    Würde den Roman kaufen

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About Me

Mein Name ist Andrea und ich bin die Frau hinter den Worten und Gedanken in diesem Blog.
Alleinerziehende Mama eines Kindes im Autismus Spektrum, Sozialpädagogin und eine Frau, die sich Gedanken macht und beim Schreiben ihren Akku lädt.