
Gestern war ich wirklich sehr spontan an zwei Konzerten und zwar am Stimmenfestival in Ettiswil (LU, Schweiz). Das ist ein kleines, aber wirklich sehr feines Festival, das jedes Jahr stattfindet. Und Ettiswil ist ein kleines, eher unscheinbares Dörfchen. Meine Freundin hat gestern gesagt, man nenne es auch das „Florenz des Hinterlandes“ und eine andere Freundin und ich haben uns gekringelt vor lachen deswegen. Wir haben es danach gegoogelt und tatsächlich hatte sie recht, obwohl im Google-Eintrag noch „leicht übertrieben“ stand. „Leicht übertrieben“ ist dann aber wieder sehr stark untertrieben, wenn man ehrlich ist. 🙂
Aber das Festival ist toll. Vielleicht erinnert ihr euch, dass ich dort vor einem Jahr das Konzert von Stephan Eicher und Traktorkestar besuchte und Stephan Eicher nach dem Konzert noch kurz traf und er mir meine Single, die er mir ja vor xxxxx Jahren mal geschenkt hat, nochmals signiert hat.
Dieses Jahr hatte ich nicht wirklich vor, zu gehen, informierte mich dann aber doch am Freitag, wer da am Samstag so spielt. Da stiess ich auf „The Colour of Rice“, hörte mir bei Youtube ein paar Lieder von ihr an und fand es sehr schön. Sehr spontan konnte ich eine Freundin davon überzeugen, mit mir dieses Konzert zu besuchen. Das fand im Singsaal des örtlichen Schulhauses statt und war sogar kostenlos. Aber ein sehr kleines Konzert.
Der Singsaal war voll und dann kam diese sympathische Frau mit ihrer Gitarre auf die nicht vorhandene Bühne. Sie stand einfach vorne und hat gesungen. Wunderwunderschön gesungen. Eine einmalig schöne Stimme, wirklich. Mir hat das sehr gefallen. Zwischen den Lieder hat sie kleine Episoden aus dem Leben erzählt. Das Publikum war sehr begeistert und die Sängerin war nach jedem Applaus sehr gerührt. Es war einfach nur sehr, sehr herzig und sehr, sehr schön.
Übrigens hat sie gesagt, dass man lieber nicht Google benützen sollte, sondern https://www.ecosia.org . Umweltfreundlicher und so. Kann man sich tatsächlich zu Herzen nehmen, finde ich.
Hier ist noch der link zu einem ihrer Lieder, hört es euch doch mal an:
https://youtu.be/pqW9AxAxmC8?si=iOJQWG8MLwVfqP0j

Dann waren wir beide grad so schön im Flow, dass wir das nächste Konzert auch noch besucht haben und ich muss sagen, das war eine mega gute Entscheidung.
Micah P. Hinson aus Texas war das, mit seiner Band.
Sucht den mal bei ecosia.org und lest ein bisschen über ihn. Ein interessanter Mann ist das.
Das Konzert war Hammer. Einfach nur mega, mega gut. Nicht vergleichbar mit The Colour of Rice, weil total anders. Und doch ebenso berührend. Sehr schöne Musik (er ist mit zwei Musikern aufgetreten und spielte selber Gitarre/n) und einfach sehr berührende und auch zum Teil fast erschütternde Lyrics. Poesie.
In Worten kann man all diese Gefühle, die sowas auslöst, kaum beschreiben, aber es war schon schön…
Hier ist der Link zu seiner Musik, hört bitte unbedingt rein:
https://youtu.be/GZa6AFFVOtE?si=FCb_DtknAeo_l11W
Da wir in den letzten zwei Jahre eine echt schwere Zeit hatten, war ich kaum mal weg, weil ich einfach keine Zeit dazu hatte. Mein letztes Mal abends weg gehen war tatsächlich letztes Jahr bei Stephan Eicher, also ein Jahr her. So habe ich das gestern wahnsinnig genossen auf so unterschiedlichen Ebenen.
So bin ich gestern in diesem Konzert gesessen, war sehr entspannt und habe diese Musik einfach auf mich wirken lassen und gespürt, wie sich meine Batterien aufladen dabei…
Ich bin sehr begeistert und habe einmal mehr erlebt, wie gut sowas einfach auch tut.
Ich denke, im nächsten Jahr werde ich mir wohl einen Festivalpass leisten und in möglichst viele Konzerte (ich glaube, im ganzen sind das jeweils 11) hinein hören.
Dauert leider noch ein ganzes Jahr…
Der Juni hat wunderbar begonnen und ich freue mich auf mehr dieser Art…


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