
Es ist nicht das Ziel,
irgendwo möglichst schnell anzukommen.
Es ist das Ziel,
auf dem Weg möglichst viel
zu sehen.
Das habe ich auf meinem Februar-Kalenderblatt geschrieben. Ich glaube, das stimmt so auch. Jedenfalls für mich. Vieles zu sehen, reicht aber noch nicht aus. Vieles zu sehen UND dadurch neues Wissen, neue Erfahrungen zu sammeln, sich zu entwickeln und zu reifen… ich glaube, das ist vielleicht das Zentrale im Leben. Das was uns weiterkommen lässt, das was uns unsere Haltungen und Werte überdenken und manifestieren lässt. Unsere Wege viel mehr zu geniessen, als von Termin zu Termin, von Ort zu Ort zu stressen.
Ich glaube, der Februar ist jetzt nicht der beliebteste aller Monate. Die Sonnenhungrigen und Vitamin-D-Defizitären unter uns haben es langsam gesehen mit dem Winter. Genug von nass, kalt und grau. Wenn die Sonne mal durchkommt bis zu uns, dann wärmt sie schon ziemlich nice und es tut einfach unserer Psyche sooo gut, sie auf der Haut und bis in die Seele hinein zu spüren. Aber sie zeigt sich noch nicht so oft, das Graue und Kalte überwiegt noch.
Im Februar ist es noch etwas zu früh, um bereits an den Frühling zu hoffen, aber wir wissen, schon im nächsten Monat sieht es besser aus.
Im Februar ist es aber ja nicht nur grau und ungemütlich, nein! In ganz vielen Gegenden in der Schweiz und auch in umliegenden Ländern, wird in diesem Monat die Fasnacht gefeiert. Man kann sie mögen oder nicht, bunt, laut und ausgelassen ist sie auf jeden Fall und ganz, ganz viele Menschen freuen sich mega darauf.
Im Kanton Luzern wohne ich ja in einer Gegend, wo man um die Fasnacht fast nicht herum kommt. Luzern hat neben Basel die grösste Fasnacht der Schweiz. In der Zeit zwischen dem Schmutzigen Donnerstag und dem Aschermittwoch ist in Luzern echt der normale Alltag ausser Kraft gesetzt. In allen Gassen der Altstadt herrscht wildes Treiben von Morgens bis spät Abends.
Die Fasnacht ist ein ururalter Brauch. Laut und bunt oder auch düster verkleidet, wird der Winter vertrieben und der Frühling geweckt.

Der Aschermittwoch ist immer der 46. Tag vor dem Ostersonntag und der Schmutzige Donnerstag ist der Donnerstag vor dem Aschermittwoch. Mit diesem Mittwoch beginnt dann die Fastenzeit, die bis zu Ostern dauert.
Die Basler Fasnacht findet erst nach der Luzerner Fasnacht statt. Und der Rest der Schweiz macht auch irgendwann in dieser Zeit mal Fasnacht, aber es ist ganz bestimmt nicht mit unserer vergleichbar. 🙂
Weil die Fasnacht ja so wichtig ist, haben die Kinder in dieser Zeit natürlich zwei Wochen Schulferien. Die kann man nutzen wie man will, man muss sich einfach entscheiden, ob man lieber Skiferien irgendwo in den Bergen möchte oder dann doch lieber Fasnacht. Oder von beidem ein bisschen. Oder gar nichts von beidem, das geht natürlich auch.

Dieses Jahr freuen sich ganz viele Menschen darauf, wieder einmal Geburtstag zu haben, denn wir haben ein Schaltjahr. Happy Birthday!
Valentinstag ist auch im Februar. 🙂
Das kann wichtig sein, aber auch nicht. Als Nichtverliebte, Nicht-Blumen-, Schokolade- oder Schmuckverkäuferin ist mir dieser aber eher egal.
Und warum sonst noch wird der Februar ein schöner Monat? Ich weiss es wirklich nicht. Statistisch gesehen soll er der kälteste Monat im Jahr sein. Wir dürfen also unsere warmen Wintermäntel und Schals noch einmal dick um uns wickeln und die kalte klare Luft tief einatmen, während wir tief im Herzen schon von den grünen Wiesen und den aufblühenden Blumen in ein paar Wochen träumen…
Es dauert nicht mehr lange.
Und der Februar wird genau das sein, was wir aus ihm machen.



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